6. Treffen 19.10.2022 – Spaghetti Bolognese

6. Treffen 19.10.2022 – Spaghetti Bolognese

19. Oktober 2022 Aus Von kstrathus

Heute war der Geburtstag von Linda Richardt, und deshalb war natürlich klar, dass ihr Menüwunsch gekocht wurde. Ihre Teilnahme und ihre Anwesenheit stand erst seit dem Vortag fest, an dem sie glücklicherweise aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Spaghetti Bolognese war bereits bei den ersten Treffen ihr Vorschlag, also gab es die weltberühmte norditalienische Spezialität zu ihrem Ehrentag. Zu allen Opfern für die gute Sache bereit, kreuzte ich schon morgens um 8:30 im Diakoniestift auf, um eine ausreichend lange Kochzeit für die Bolognese zu gewährleisten.

Jeder weiß, dass eine anständige Bolognese richtig lange köcheln muss, um die Soße zu reduzieren, sprich: sie einzukochen. Dabei wird sie dickflüssiger und der Geschmack intensiver, weil sich die Aromen in einer geringen Menge Flüssigkeit konzentrieren. Die vier Stunden Minimum, die una vera mamma italiana mindestens dafür veranschlagt, konnten wir leider nicht erzielen, aber um 9:45 hatten wir alle Zutaten in den großen Bräter befördert, das in der Pfanne angebratene Hack und eine Dreiviertel Flasche Rotwein dazu getan und konnten die Bolognese für die nächsten beiden Stunden weitgehend sich selbst überlassen.

SO und nicht anders bereitet man eine originale Bolognese: Bewundernd schaut Frau Hermann auf zu Profi-Hobbykoch Werner Beyer!

Kurz vor Mittag hatte die Bolognese gute zwei Stunden vor sich hin geköchelt und die Spaghetti konnten abgekocht werden. In der Zwischenzeit hatte der leckere Geruch mehr und mehr Kollegen aus Pflege und Betreuung angelockt, und die Liste der Kandidaten, die „nur mal ein bißchen probieren“ (sprich: einen Teller abhaben) wollten, wurde lang und länger. Wir hatten eine gewaltige Portion zubereitet, immerhin waren anderthalb Kilo gemischtes Hack in der Bolognese. Nachdem wir vier Projektteilnehmer uns jeweils einen Riesenteller aufgefüllt hatten, blieb immer noch reichlich übrig. So konnten etliche Kollegen sich ebenfalls an diesem Höhepunkt italienischer Traditionskulinarik laben. Einige, die zu spät kamen, zogen lange Gesichter, weil bereits alles verteilt und aufgegessen war – dies war zweifellos das populärste Gericht, das wir bislang gekocht hatten.