1. Treffen 07.09.2022

1. Treffen 07.09.2022

7. September 2022 Aus Von kstrathus

Teilnehmer: Linda Richardt, Werner Beyer, Helga Hermann, Christa Steinfartz, Sabine Graessner

Endlich geht es los! Nach einigem Hin und Her entschieden wir uns für den Aufenthaltsbereich von Wohnbereich 3b als Basis und Arbeitsbereich unseres Kochbuchprojekts. Dort sind wir noch am ehesten „unter uns“, können auf ein großes TV-Gerät mit HDMI-Anschlüssen für die begleitenden Recherchen, Bilder, Filme, Rezepte usw (und dieses Blog natürlich) zurückgreifen und haben eine Küche unmittelbar neben der Sitzgruppe.

Als erstes wurde jeder der Anwesenden gebeten, spontan ein oder mehrere Gerichte, Rezepte, Lieblingsessen zu nennen, die in seinem Leben eine Rolle gespielt haben. Bis auf Frau Steinfartz hatten alle sowieso schon „vorgearbeitet“ und ihre Gerichte parat, teilweise auch mehrere. Frau Steinfartz, die zunächst aufgrund einer akuten depressiven Phase gar nicht kommen wollte, entsann sich dann nach kurzem Nachdenken des Grießbreis ihrer Mutter, der in ihrer Kindheit eine wichtige Rolle gespielt hatte.

Von den anderen war daraufhin einige Kommentare und Geräusche zu hören, die signalisieren sollten, dass dies ja nun eine zu simple Option wäre und Unverständnis ausdrückten, wieso Frau Steinfartz nicht ein anspruchsvolleres Gericht vorschlage. All das als Reaktion auf eine Frau, die trotz ihres Zustandes zu dem Treffen gekommen war und sich sogar aus dem Abgrund ihrer depressiven Verstimmung aufgerafft hatte, einen eigenen Vorschlag zu artikulieren. Es kostete einiges an Einfühlung, Vorsicht und Bestimmtheit, diese Situation zu „entschärfen“ und Frau Steinfartz in der Gruppe zu halten und ihren Beitrag zu würdigen.

Nachdem wir von jedem die Gerichte und Rezepte in Stichworten notiert hatten, tauchte die Frage auf, wer als erster drankommen sollte. Keiner wollte sich vordrängeln; schließlich aber nahm es Herr Beyer auf sich, der erste Chefkoch zu werden. Allerdings mit dem einfacheren seiner beiden Menüvorschläge, den Reibekuchen mit Lachs und Meerrettich.

Nachdem das geklärt war, galt es festzustellen, in welchem Umfang und Maße wir uns an Material (Nahrung und Koch-Hardware) aus unserer Küche bedienen können und was wir selber einkaufen müssen. Fragen, die Angelegenheit der Projektleitung sind, ebenso wie die eines Assistenten. Vielleicht noch nicht bei den nächste Woche anstehenden Reibekuchen, aber spätestens bei Schweinebraten, Hühnerpastete und ähnlichen komplexen Menüs wäre eine Assistentin sehr willkommen. Entweder ich mache Kontakt mit der Ehrenamtszentrale der Diakonie oder ich versuche, meine 84-jährige Schwiegermutter einzuspannen, die eine rüstige und begeisterte Hobbyköchin ist und wahrscheinlich für som ein Projekt zu begeistern wäre.

Wie das Ganze dann logistisch und dekorativ so aufbereitet werden kann, dass am Ende ansehnliches Bildmaterial für ein Kochbuch herauskommt, kann nur durch „learning by doing“ festgestellt werden. Da der Grundgedanke ja über eine Kochgruppe hinausgeht (was in sich schon eine schöne Sache für die Teilnehmer wäre) und in Richtung „autobiografisches Kochbuch“ geht, wären natürlich noch die entsprechenden Geschichten – sofern es welche gibt – zu erzählen und zu notieren. An dieser Stelle mache ich mir allerdings nicht allzu viel Kopfzerbrechen; erfahrungsgemäß sind gerade gemeinsame Kochrunden inklusive der umfangreichen Vorbereitung die allerbeste Gelegenheit für solche Gespräche.

Nächste Schritte:

  • Kochutensilien und Material bis Montag organisieren
  • Einkauf der Zutaten (hier hat sich Herr Beyer von sich aus bereit erklärt, mitzukommen, was sein Interesse an der Sache zeigt)
  • Organisation der Logistik für Deko, Display, Fotoshootings etc

Zeitplanung:

  • 10:00 – 11:30 Essensvorbereituzng (bestehend hauptsächlich im Kartoffeln zerkleinern mit einer Reibe)
  • 11:30 – 12:00 Kochen (bzw. Braten der Reibekuchen)
  • ab 12:00 Mittagessen